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Die akute Depression

Eine akute Depression wird in Fachkreisen auch bipolare Störung genannt. Die Depression zeichnet sich durch die extremen Gegensätze der Stimmungsschwankungen aus. So können betroffene Personen in einem Moment sehr euphorisch und unbeschwert, und im nächsten Augenblick unglücklich und völlig antriebslos wirken. Oftmals überschätzen sich die Betroffenen in Ihren Fähigkeiten selbst, und können sich dadurch in ernsten Schwierigkeiten bringen. Bei einer akuten Depression kommt es vermehrt zu Suizidversuchen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass bei etwa 25{a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509} bis 50{a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509} der erkrankten Menschen sich einmal versucht haben das Leben zu nehmen. Der Suizid wird bei einem Prozentsatz zwischen 15{a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509} bis 30{a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509} erfolgreich ausgeübt.

Ursachen & weitere Faktoren die eine akute Depression auslösen können

Psychische Erkrankungen haben meistens mehrere Ursachen. Hauptsächlich sind meistens mehrere Aspekte dafür verantwortlich, die das Risiko erhöhen an einer Depression zu erkranken.

Mittlerweile wurde anhand von Studien bewiesen, dass Kinder ein höheres Risiko haben an Depressionen zu erkranken, wenn die Eltern bereits betroffen sind. Unter anderem kann eine akute Depression auch durch genetische Faktoren entstehen. Auch dies wurde anhand einer Studie bei Zwillingspärchen entdeckt. Ein weiterer Faktor an einer psychischen Störung zu erkranken sind Verluste und Trennungen in der Kindheit, wie z.B die Trennung der Eltern. Ebenfalls sind Menschen anfälliger für manische Depressionen die in jungen Jahren vernachlässigt wurden. Jedoch sind nicht nur Verluste oder Trennungen aus der Vergangenheit ein Grund für die Erkrankung einer akuten Depression. Auch aktuelle Lebensumstände können eine psychische Erkrankung fördern.

Gründe dazu können sein:

  • Verlust der Arbeit
  • Trennung des Partners
  • Mobbing
  • finanzielle Sorgen

Psychischer Stress kann in verschiedenen Arten auftreten. Es gibt kurzeitigen Stress, wenn mann seinen Bus verpasst und sich darüber ärgert. Oder langanhaltender Stress der bei Krankheit oder bei den oben genannten Punkten auftritt. Stress wird von Person zu Person unterschiedlich wahr genommen. Während manche Menschen schnell mit Stresssituationen überfordert sind, können andere den jeweiligen Stress gut aushalten und bewältigen.

Ebenfalls können körperliche Erkrankungen,wie z.B. Diabetes das Risiko erhöhen. Weitere Faktoren sind Alkohol, Marihuana, LSD, Kokain, aber auch Medikamente gegen Epilepsie.

Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Neurotransmitter im Gehirn einer Störung unterliegen und somit eine akute Depression zu Tage bringen. Neurotransmitter oder auch Botenstoffe genannt, lösen im Körper und im Gehirn Reaktionen aus. Diese Botenstoffe sind bei einer psychischen Erkrankung nicht im Gleichgewicht und müssen durch Medikamente ausgeglichen werden.

Symptome erkennen und eine Diagnose stellen

Zu den Hauptsymptomen zählt eine niedergeschlagene Grundstimmung, Interessenlosigkeit und der Antrieb den täglichen Alltag zu erledigen. Oft ist diese Stimmungslage im Winter noch verstärkt. Die Aktivität des Betroffenen schränkt sich stark ein und geht hin bis zur völligen Isolierung.

Desweiteren treten bei manchen Betroffenen weitere Symptome auf, welche auf der emotionalen Ebene zu 

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finden sind. Dazu zählen Gefühle der Schwermütigkeit, Leere, Reizbarkeit, aber auch Emotionen der Schuld und Wertlosigkeit. Zu den kognitiven Krankheitsbeschwerden sind unter anderem: Unentschlossenheit, geringere Konzentrationsfähigkeit, verminderte Aufmerksamkeit und Selbszweifel zu nennen. Ebenso können Suizidgedanken aufsteigen. Darüber hinaus treten oftmals körperliche Beschwerden wie beispielsweise Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, innere Unruhe, Gewichtsverlust und eine reduziertes bis gar kein Verlangen von sexuellen Bedürfnissen auf. Patienten bei einer akuten Depression sprechen oftmals langsamer als normal. Weiterhin können Halluzinationen und Wahnvorstellungen entstehen.

Fragen beim Hausarzt

Um eine Diagnose erkennen zu können, ist zuerst der Besuch bei dem Hausarzt nötig. Dieser wird ein Gespräch mit dem Betroffenen führen und eine körperliche Untersuchung anstreben.

Folgende Fragen können von dem Hausarzt bei dem Erstgespräch gestellt werden:

  • Sind Sie in letzter Zeit freudlos?
  • Sind Sie seit längerer Zeit müde und antriebslos?
  • Leiden Sie unter Schuldgefühlen und haben oftmals negative Gedanken?
  • Leiden Sie unter Schlafstörungen?

Diese und weitere Fragen werden typischer Weise dem Patienten gestellt, um die zuvor genannten Symptome einer psychischen Störung zu lokalisieren. Es wird nicht nur über das aktuellen Befinden und über andauernde Probleme gesprochen, sondern auch eingehend über Erlebnisse oder Verluste aus der Vergangenheit aufgearbeitet.

Oftmals gehen männliche Patienten weniger auf die seelischen, als auf die körperlichen

Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Herz-Kreislaufstörungen ein.

Die Diagnosestellung

Um körperlilche Krankheiten ausschließen zu können, wird unter anderem das Blut untersucht und eine Computertomografie vom Gehirn erstellt. Wenn sich der Verdacht einer akuten Depression als positiv rausstellt, kann der Hausarzt die betroffene Person an einen Psychotherapeuten oder an eine Fachklinik überweisen.

In Deutschland gilt als Basis für die Diagnose einer psychischen Erkrankung das sogenannte Klassifikationssystem ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme). Es gibt drei Hauptsymptome (Interessenverlust, Niedergeschlagenheit,verminderter Antrieb) und sieben Nebensymptome (u.a. Schlafstörungen, Konzentrationsprobelme, Schuldgefühle)die bei der Diagnose relevant sind.

Grundsätzlich wird zwischen drei unterschiedlichen Schweregrade bei einer Depression unterschieden:

Die Diagnose einer leichten Depression wird gestellt, wenn bei dem Betroffenen mindestens zwei Hauptsymptome und zwei Nebensymptome über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen auftreten.

Von einer mittleschweren Depression redet man, wenn zwei Hauptsymptome und bis zu 4 Nebensymptome zutreffen. Auch hier muss der Zeitraum für die Symptome bei mindestens zwei Wochen liegen.

Von einer schweren bzw. akuten Depression spricht man, wenn unter dem gleichen Zeitraum alle drei Hauptsymptome und mindestens vier der sieben Nebensymptome auftreten.

Therapie und Heilungschancen

Die Gestalltung der Therapie ist abhängig von dem Schweregrad der Depression. Wichtig ist ebenfalls ob die Depression erstamls oder wiederholt auftritt.

Bei einer leichten Form der Depression ist es nicht zwangsläufig notwenig mit Medikamenten und Therapien zu arbeiten. Der Patient kann sich an entsprechenden Stellen beraten lassen, wie er mit den Gefühlsschwankungen und der Antriebslosigkeit umgehen kann. Sollte innerhalb zwei Wochen keine Besserung eintreten, sollte dann aber auch mit entpsrechenden Medikamenten oder Therapien geholfen werden.

Die Therapie bei einer mittelschweren Depression sollte mit Medikamenten und beispielsweise einer Gesprächstherapie abgerundet werden.

Bei akuten Depressionen ist es notwenig mit Medikamenten und Therapien zu arbeiten um den Betroffenen möglichst schnell helfen zu können.

Die Dauer der Depression kann durch die entsprechende Therapie deutlich reduziert werden. Im Schnitt liegt der Zeitraum bei 16 Wochen. Die Wiedererkrankung kann durch Medikamente und Therapien deutlich gesenkt werden. Auch nach der Therpaie sollten die Medikamente weiterhin eingenommen werden um das Rückfallrisiko so gering wie möglich zu halten.

Sobald erste Anzeichen einer Depression auftauchen sollte keine Scheu bestehen und ein Arzt aufgesucht werden. Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto schneller und besser kann gegen die Krankheit gearbeitet werden. Mittlerweile findet man schon im Internet Tests mit spezifischen Fragen, um eine Depression auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen.

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