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Die Kinderdepression, eine ernstzunehmende Erkrankung

Die Belastung in unserer Gesellschaft wird immer höher. Es wird nur das „Perfekte“ erwartet. Gute Schulnoten, viele Aktivitäten, einen großen Bekanntenkreis haben, viel Geld verdienen und dabei glücklich sein. Wer nicht in dieses Raster passt, fällt raus. Ist ein Störenfried ,ist nicht sozial anpassungsfähig. Das dieses idealisierte Menschenbild kaum zu bewerkstelligen ist, wird dabei nicht berücksichtigt. Nicht ohne Grund ist eine Depression die häufigste psychische Erkrankung in unserer Gesellschaft. Auch bei unseren Kindern, denn 1-2 {a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509} der Kinder leiden schon im Vorschulalter an Depressionen, häufig sind es Jungs, die in dieser Phase erkranken. Unter den Jugendlichen sind es sogar 3-10 {a0aa97afcd296a6705fe14abc385f9023d7bf3def790766a9a8b2198229be509}, in dieser Gruppe sind es allerdings häufiger Mädchen. Unter Depressionen bei Kindern versteht man eine Störung im psychischen Bereich mit den Anzeichen der Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit.

Ursachen der Kinderdepression

Die Ursachen einer Kinderdepression sind noch immer nicht vollständig geklärt, dennoch weiß man mittlerweile, das eine Depression häufig ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und den Umwelteinflüssen ist. Wenn ein Elternteil ebenfalls an einer Depression erkrankt ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher das auch das Kind erkrankt. Den größeren Einfluss hat dennoch die Umwelt des Kindes. Der stetig wachsende Leistungsdruck in der Schule zum Beispiel kann Kinder und auch Ursachen Depression KindJugendliche überfordern. Es werden immer gute Noten erwartet, ein befriedigend ist nicht zufriedenstellend. Die Leistung muss immer erbracht werden, am besten kann das Kind schon lesen, schwimmen oder die Uhr lesen bevor es in die Schule kommt. Ausnahmesituationen, die das emotionale Gleichgewicht durcheinander bringen, wie eine Scheidung der Eltern, können auch der Grund einer Kinderdepression sein. Eine Scheidung kann für Kinder bzw. Jugendliche eine Befreiung sein, aber auch eine Krise darstellen, die belastend und konfliktbehaftend ist. Ein ähnlicher Erkrankungsgrund ist der Verlust einer nahestehenden Person. Das soziale Umfeld der Kinder ist ebenfalls ein besonderer Aspekt. Hier können Hänseleien oder Mobbing in der Schule der Auslöser sein sowie sexueller Missbrauch oder körperliche Misshandlungen.

Symptome von Depressionen bei Kindern

Da die Entwicklung eines heranwachsenden Menschen in unterschiedliche Lebensabschnitten zu teilen ist, variieren auch die Symptome einer Erkrankung.

Kleinkind ( 1- 3 Jahre)

Im Vorschulalter ist es schwer die Krankheit zu diagnostizieren, hier ist genaues beobachten von Nöten. Denn kleine Kinder drücken ihre Gefühle nicht durch Worte aus, sondern durch Verhalten und Handlungen. Diese sind unter anderem:

  • Die Kinder wirken oft ohne Grund traurig. Ihre Gesichtsmimik ist eingefroren und ausdruckslos
  • Extreme Schüchternheit, beim Ansprechen versteckt sich das Kind hinter dem Elternteil,
  • Grundlose Angst vor allem,
  • Sehr ausgeprägte Anhänglichkeit gegenüber einem Elternteil,
  • Häufiges Weinen oder Zorn ohne Anlass,
  • Das Kind hat keine Lust zum spielen, auch nach Motivationsversuchen, es resigniert lieber und macht nichts,
  • Schlechter Schlaf, weswegen das Kind bzw. der Jugendliche übermüdet ist,
  • Lutscht häufig am Daumen oder spielt durchgehend mit den Geschlechtsteilen,
  • Wiegt sich hin und her und ist dabei kaum ansprechbar,
  • verändertes Essverhalten.

Vorschulkind ( 4-6 Jahre)

  • wirkt traurig und fast apathisch,
  • Das Kind zieht sich zurück, möchte keinen Kontakt zur Außenwelt, reagiert agressiv auf Kontaktversuche,
  • leidet unter Alpträumen, wacht häufig auf,
  • hat keine Freude beim Spielen oder bei Überraschungen,
  • verliert Gewicht oder nimmt stark zu,
  • Antriebslosigkeit, das Kind möchte sich kaum bewegen oder raus gehen.

Schulkind

  • Das Kind erzählt das es traurig ist, sich unwohl fühlt,
  • spricht über Suizidgedanken,
  • Die Schulleistung wird immer schlechter,
  • Essgewohnheiten ändern sich grundlos,
  • Hat Schuldgefühle, obwohl kein Anlass da ist. An allem gibt sich das Kind die
  • Schuld, zum Beispiel an der Scheidung der Eltern oder am Tod eines Familienmitglieds,
  • Hoffnungslosigkeit, das Kind ist schlecht zu motivieren, es sieht nirgends einen Sinn und möchte nach ersten Scheiterungen nicht weiter machen,
  • Grübelt ungewöhnlich viel, das Kind scheint in der eigenen Welt zu sein,
  • Konzentrationsprobleme.

Jugendliche:

  • haben kaum Selbstvertrauen, haben Minderwertigkeitskomplexe,
  • ziehen sich vom sozialen Leben zurück, wollen nur noch in ihrem Zimmer bleiben,
  • plötzlich schlechte Schulnoten,
  • fügen sich selbst Verletzungen zu wie zum Beispiel beim Ritzen,
  • Stimmungsschwankungen, die Stimmung ändert sich plötzlich, ist kaum vorherzusehen,
  • Antriebslosigkeit.

Was tun wenn ein Kind eine Depression hat?

Wenn das Kind eine Depression hat, muss sich einiges im Leben grundlegend verändern. Die Krankheit kann langsam aber stetig bekämpft werden, dennoch ist das Risiko eines Rückschlags immer vorhanden. Fachpersonal wie Jugendpsychologen oder Therapeuten sind sehr wichtig um mit der Krankheit umzugehen und um sie zu therapieren. Dennoch ist es damit meist nicht getan, denn die Therapie erfordert nicht nur die regelmäßige Erscheinung zu den Sitzungen, sondern es muss sich auch Zuhause einiges ändern. Raum für Gespräche sind wichtig, dabei sollte das Zuhören im Vordergund stehen. Ein vorwurfloses Gespräch übermittelt dem Erkrankten das die Eltern für einen da sind und seine Erkrankung bzw. das damit verbundene Verhalten nicht verurteilen, sondern es verstehen können und das Kind Kinderdepressionunterstützen, egal was kommt. Ein Kind, das unter Depressionen leidet hat sehr häufig Minderwertigkeitskomplexe, um diese Meinung zu entschwächen, ist es essentiell dem Kind viel Liebe und Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. Häufig muss auf die Ernährung geachtet werden, dabei sollte ein Augenmerk auf eine bestmögliche Versorgung von Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und Omega-3 Fettsäuren gerichtet werden. Eine neue Lebenseinstellung sollte vermittelt werden, indem es vorgelebt wird, es ist nicht schlimm nicht perfekt zu sein und der positive Aspekt sollte immer berücksichtigt und genannt werden. Der Alltag muss strukturiert umgestaltet werden, denn Routine ist ein fester Bestandteil des Lebens. Was sich zuerst langweilig anhört, ist für Erkrankte wichtig um wieder gesund zu werden. Das Strukturieren des Alltags bedeutet, dass Kinder zu festen Uhrzeiten zum Beispiel ins Bett gehen oder feste Essenszeiten haben. Bewegung ist ebenfalls ein besonderer Aspekt zur Therapie dieser Erkrankung.

Reportage und Erfahrungen einer Kinderdepression

Fazit:

Eine Depression kann man nie vermeiden, dennoch kann das Risiko einer Erkrankung minimiert werden. Ein Familienleben mit viel Zusammenhalt, Geborgenheit und Liebe lässt die Kinder stärker sein. Sie sind stressresistenter und wissen das sie mit ihren Problemen zu ihrer Familie gehen können. Kindern sollte vorgelebt werden wie Konflikte gelöst werden können. Falls Jugendliche nicht mit ihren Eltern sprechen wollen, gibt es in vielen Großstädten, Kinder- und Jugendberatungen, die telefonisch erreichbar sind. Hier steht Fachpersonal zur Verfügung und kann dementsprechend Tipps geben wie man nun vorgeht.

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